Die Kammerakademie Potsdam

„Die Kammerakademie präsentiert sich als handverlesene, flexible, reaktionsschnelle und furchtlose Truppe, die wo nötig auch mit äußerstem Zartgefühl aufzuspielen vermag. (...) Das gute Wort vom Klangkörper: hier wurde es Ereignis.“ Die Welt 28.09.2007

„Die Kammerakademie Potsdam zeigte sich ausgelassen, fröhlich erzählend, ja strotzend vor Vitalität. Hier hat Potsdam einen Klangkörper, der höchsten Ansprüchen genügt. Davon geben regelmäßige Radiomitschnitte und Gastspieleinladungen beredtes Zeugnis.“Märkische Allgemeine Zeitung, 20.01.2009

Musikalische Vielseitigkeit bei stilsicherer Interpretation ist die bestechende Qualität der Kammerakademie Potsdam, dem jungen Spitzenorchester des Landes Brandenburg. Im Jahre 2001 durch den Zusammenschluss des Ensemble Oriol Berlin mit dem Persius Ensemble aus Potsdam entstanden, konnte das neue Orchester der brandenburgischen Landeshauptstadt bereits auf die Erfahrung des Ensemble Oriol Berlin als Streichorchester ohne Dirigent und auf ein umfangreiches Repertoire vom Barock bis zur Moderne aufbauen, das sich das Ensemble seit seiner Gründung im Jahre 1987 erarbeitet hatte. Mit den Bläsern des Persius Ensembles wurden nicht nur die klanglichen Möglichkeiten, sondern auch das Repertoire erweitert; mittlerweile reicht die stilistische Vielfalt des Orchesters von der Barockoper auf historischem Instrumentarium über die klassische Sinfonie bis hin zur Uraufführung zeitgenössischer Werke.
Die Künstlerische Leitung der Kammerakademie Potsdam liegt seit 2006 in den Händen von Michael Sanderling. 2007 kam Andrea Marcon als Experte für die Historische Aufführungspraxis hinzu. Er setzt auf diesem Gebiet die langjährige Arbeit von Sergio Azzolini fort, der dem Orchester auch weiterhin verbunden ist.
Die Erfolge dieser künstlerischen Verbindungen sprechen für sich: im Herbst 2009 findet unter der Leitung von Michael Sanderling die zweite Deutschlandtournee mit Julia Fischer und Martin Helmchen (Mendelssohn Doppelkonzert) sowie eine weitere Spanien-Tournee statt. Innerhalb der Potsdamer Winteroper 2008 und bei den Händel-Festspielen Halle 2009 leitete Andrea Marcon die Oper „Alcina“ von G.F. Händel.
Als Solisten konnten u.a. Baiba Skride, Sol Gabetta, Katia und Marielle Labèque, Christian Tetzlaff, Daniel Hope, Emmanuel Pahud, Jörg Widmann, Radovan Vlatković, Christine Schäfer, Thomas Zehetmair, Tabea Zimmermann, Steven Isserlis, Kolja Blacher, Gábor Boldoczki und Reinhold Friedrich gewonnen werden. Als Ensemble auf Originalinstrumenten hat sich die Kammerakademie auch unter Konrad Junghänel, Bernhard Forck und Erich Höbarth einen Namen gemacht.
Gastspiele führten die Kammerakademie Potsdam in die Kölner Philharmonie, in die Musikhalle Hamburg, in die Alte Oper Frankfurt/Main, in die Liederhalle Stuttgart, zum Rheingau Musik Festival, zu den Brühler Schlosskonzerten, zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie zu den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker und nach Spanien.
Als Hausorchester des Nikolaisaals Potsdam bietet die Kammerakademie Potsdam im modernen Konzertsaal der Landeshauptstadt sowie im Rokoko-Schlosstheater Neues Palais von Sanssouci mehrere Konzertreihen an. Auch die Konzertreihe des Ensemble Oriol Berlin in der Berliner Philharmonie wird fortgeführt.
Opernproduktionen im Schlosstheater Sanssouci in Kooperation mit dem Hans Otto Theater (Potsdamer Winteroper) sowie mit den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, dem Festival Bayreuther Barock und den Händel-Festspielen Halle ergänzen die Arbeit der Kammerakademie Potsdam. Die Potsdamer Winteroper 2009 präsentierte die Neuproduktion der Kammeroper „The Fall of the House of Usher“ von Philip Glass in der Regie von Achim Freyer (Musikalische Leitung: Michael Sanderling) sowie die Wiederaufnahme der Haydn-Oper L’infedeltà delusa“ (Musikalische Leitung: Andreas Spering).
Bei Sony Classical erschienen kürzlich zwei neue CDs der Kammerakademie: Kammersinfonien und das Streichoktett von Schostakowitsch wurden unter der Leitung von Michael Sanderling produziert. Mit dem italienischen Fagottisten Sergio Azzolini brachte die Kammerakademie eine Sensation in Sachen Alter Musik auf den CD-Markt. Die „Rediscovered Wind Concertos“ von J. S. Bach wurden sofort zum Bestseller. Weitere CDs bei Sony Classical sind in Vorbeitung.