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16.08.2011
Potsdam
 
Saisoneröffnung: 10 Jahre Kammerakademie Potsdam
Freitag, 26. August 2011
20:00 Uhr, Nikolaisaal Potsdam


Festkonzert mit Barbara Hendricks

10 Jahre Kammerakademie Potsdam

Felix Mendelssohn Bartholdy
„Ein Sommernachtstraum“
Suite aus der Musik zum Schauspiel von William Shakespeare op. 61
Hector Berlioz
„Les Nuits d’Été“ (Sommernächte)
Sechs Melodien für Mezzosopran und kleines Orchester op. 7 mit Texten aus „La comédie de la mort“
von Théophile Gautier
Georges Bizet
„L’Arlésienne“
Suite aus der Musik zum Drama von Alphonse Daudet

Barbara Hendricks Mezzosopran
Antonello Manacorda Dirigent
Wilhelm Matejka Moderation
Kammerakademie Potsdam


10 Jahre und eine Nacht mit der Kammerakademie Potsdam
Saisoneröffnung mit Barbara Hendricks


Die Eröffnung der neuen Spielzeit im Nikolaisaal steht am Freitag, 26. August unter dem Motto „10 Jahre und eine Nacht mit der Kammerakademie Potsdam“. Das Festkonzert zum zehnjährigen Jubiläum des Orchesters der Landeshauptstadt unter der Leitung seines Chefdirigenten Antonello Manacorda beschwört die Faszination sommerlicher Nachtstimmungen.
Zentrum des Abends ist der Auftritt von Barbara Hendricks, Mezzosopran, in den Sommernächten „Les Nuits d’Été“ von Hector Berlioz. Auf dem Programm, das von Wilhelm Matejka (Kulturradio vom rbb) moderiert wird, stehen außerdem Highlights aus Mendelssohns „Sommernachtstraum“-Musik und aus der „L’Arlésienne“-Suite von Georges Bizet.

Die „Nuits d’Été“ entstanden ursprünglich in einer Fassung für Gesang und Klavier, die Berlioz später meisterhaft instrumentierte. Théophile Gautier, Autor der zugrundeliegenden Gedichte, hatte als Romantiker begonnen, bevor er sich als Vater der Parnassiens und des Prinzips „L’art pour l’art“ einen Namen machte. Die Texte der „Nuits d’Été“ („Sommernächte“) entstammen diesen frühen Jahren, doch schon in diesen Gedichten findet sich die formale Perfektion, für die Gautier später berühmt wurde. Berlioz erfand dafür in diesen Liedern musikalische Entsprechungen, es entstand eine sehr reizvolle Mischung von teils überschwenglicher Romantik des Ausdrucks und klassizistischer Form.
In Mendelssohns Händen wird der Shakespeare des Sommernachtstraums ebenfalls zu einem Romantiker, alle Poesie von Mondnacht und Waldeszauber findet sich in dieser Musik, die sich durch ihre unübertroffene Prägnanz und Phantasiefülle stets unangefochten bei Kennern wie auch beim breiten Publikums behauptete.
In „L’Arlésienne“ – „Das Mädchen aus Arles“ schildert Alphonse Daudet ein Liebesdrama, das sich in der Provence in der Nähe der südfranzöischen Stadt Arles zugetragen hat. Bizets Bühnenmusik illustriert die Handlung und ihre Charaktere mit großem dramatischem Einfühlungsvermögen und instrumentalem Farbenreichtum.

Barbara Hendricks, grand old lady in fast allen Genres des Gesangs von Oper über Lied bis Jazz sang auf allen bedeutenden Bühnen der Welt, darunter in New York, Paris,Wien, London, Mailand. Ihre Partner waren dabei Dirigenten wie Daniel Barenboim, Leonard Bernstein, Carlo Maria Giulini, Bernhard Haitink, Herbert von Karajan um nur einige zu nennen. Zahlreiche Aufnahmen produzierte sie für Sony, Decca, Deutsche Grammophon, Philips, EMI und ihr eigenes Label Arte Verum. Nach 20 Jahren unermüdlicher Bemühungen um die Anliegen des Flüchtlingshilfwerks der Vereinten Nationen wurde Barbara Hendricks zur Ehrenbotschafterin des UNHCR auf Lebenszeit ernannt.

Nach dem Konzert ist das Publikum zu einer Lounge in Foyer und Innenhof des Nikolaisaals eingeladen. Hier zeigen sich die Musiker der Kammerakademie von einer unerwarteten Seite: „KAP mal anders“. Eine „Ext(r)aktionPercussiv-Sommernachtsvision“ und nächtliche Überraschungen mit einem Salonorchester, der KAP All Stars Band und DJ Canisius erwarten das Publikum zu einer Geburtstagsparty mit open end in Foyer und Innenhof des Nikolaisaals.

Zwei weitere Konzerte des Festwochenendes sind dem 10. Kammerakademie-Geburtstag gewidmet: „Happy Birthday reist um die Welt“ – heißt es am 27. August um 15 Uhr beim Familienkonzert im Foyer. Zusammen mit den Musikern öffnet das Publikum die Geburtstagspost und folgt den Einladungen zu Geburtstagspartys in aller Welt. Dabei begegnen die Zuhörer vertrauten Melodien genauso wie fremdländischer Musik aus allen fünf Kontinenten. Doch einige wohlbekannte Töne lassen sich auch in den exotischsten Klängen entdecken.
Freunde der Kammermusik kommen am 28. August um 15 Uhr nicht nur in den Genuss u.a. von Schuberts Forellenquintett, sondern dürfen auch ein Stück von der großen Geburtstagstorte probieren. Schuberts „Forellenquintett“ entstand während glücklicher Urlaubstage in Oberösterreich. Dieses Glück teilt sich auch dem Hörer mit: wohl kaum ein anderes Werk Schuberts wirkt von Anfang bis Ende derartig sonnig und gutgelaunt.



Pressekontakt: Henriette Schulze, Tel. 0331 - 23 70 623, pr@kammerakademie-potsdam.de
 
05.05.2011
Potsdam
 
Ausnahmecellist Jan Vogler zu Gast bei der Kammerakademie Potsdam
Sonntag, 8. Mai 2011, 19:00 Uhr
Nikolaisaal Potsdam

Stars International – Jan Vogler


Tigran Mansurian
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2
Peter I. Tschaikowsky
Variationen über ein Rokoko-Thema A-Dur op. 33 für Violoncello und Orchester
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 2 D-Dur, op. 36

Jan Vogler, Violoncello
Antonello Manacorda, Dirigent
Kammerakademie Potsdam

Jan Vogler, der das deutsche Musikleben nicht nur als Cellist mit „schwindelerregender Virtuosität“ (Gramophone Magazine), sondern auch durch seine Festivalleitung in Moritzburg und Dresden prägt, ist am Sonntag, 8. Mai, Gast der Kammerakademie Potsdam in der Reihe „Stars international“ im Nikolaisaal Potsdam. Den berühmten Rokoko-Variationen von Peter Tschaikowski stellt der Echo-Preisträger das Konzert Nr. 2 für Cello und Streicher von Tigran Mansurian gegenüber. Vogler, der sein Cello „wie eine Singstimme zum Klingen bringen kann“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung), setzt sich schon seit Jahren für das Werk des armenischen Komponisten ein, u.a. brachte er dessen 4. Cellokonzert mit fulminanten Erfolg in der Kölner Philharmonie zur Uraufführung.
Die stilistischen Einflüsse auf Mansurians Musik sind zahlreich und verschiedenartig. Seine Werke zeigen ein großes Interesse für klangliche Wirkungen und einen deutlichen Einfluss der armenischen Volksmusik. Mansurians Musik ist immer außerordentlich sprechend und übt dadurch eine unmittelbare Wirkung aus.

Die 2. Sinfonie in D-Dur von Ludwig van Beethoven ergänzt das Programm unter der Leitung des Chefdirigenten der Kammerakademie Potsdam, Antonello Manacorda. Auf dem Weg zur sinfonischen Meisterschaft war diese Sinfonie ein wichtiger Schritt, bevor Beethoven mit der „Eroica“ das erste unbestrittene Gipfelwerk gelang. Auch in der 2. Sinfonie prägt sich Beethovens spezieller sinfonischer Stil bereits in vielen Passagen aus. Sie entstand während einer schweren persönlichen Krise des Komponisten, bei dem sich zunehmend die Symptome der beginnenden Taubheit bemerkbar machten. Dennoch ist das Werk von überwiegend optimistischem Charakter,


Pressekontakt: Henriette Schulze, Tel. 0331 - 23 70 623, pr@kammerakademie-potsdam.de
 
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