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Florian Bensch

Fagott

Florian Bensch schätzt am Fagott besonders seine Vielseitigkeit: Es kann solistisch hervortreten, Melodien tragen und im nächsten Moment als Bassinstrument das klangliche Fundament eines Ensembles bilden. Diese unterschiedlichen Rollen prägen auch seine Arbeit als Kammer- und Orchestermusiker.

Geboren in Tuttlingen, erhielt er dort seinen ersten Fagottunterricht. An der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin studierte er Fagott bei Prof. Volker Tessmann und schloss dort sein Bachelor- und Masterstudium ab. Ein weiteres Masterstudium im Fach Kammermusik führte ihn zu Prof. Georg Klütsch und Prof. Martin Spangenberg. Er ist Mitglied des Ensemble Reflektor und des Berolina Ensembles und arbeitet regelmäßig mit weiteren Orchestern und Ensembles zusammen. Der Kammerakademie Potsdam ist er seit 2017 verbunden, seit 2021 gehört er ihr als festes Mitglied an.

Neben der Kammermusik bilden eigene Arrangements einen Schwerpunkt seiner Arbeit. Dabei reizt ihn, große Werke auf das Wesentliche einer kleineren Besetzung zu übertragen und mit Klangfarben, Instrumentenmischungen und neuen Möglichkeiten zu experimentieren. Auch Musikvermittlung und Konzertmoderation für Menschen unterschiedlichen Alters sind fester Bestandteil seiner künstlerischen Tätigkeit.

3 Fragen an ... Florian Bensch

Wie bist du dazu gekommen, Fagott zu lernen?

Ursprünglich wollte ich Klarinette lernen, war dafür aber noch zu jung. Beim Fagott gab es freie Plätze und mit dem Fagottino auch ein Instrument, mit dem ich direkt anfangen konnte. Und der Lehrer war sympathisch – damit war die Entscheidung gefallen.

Gibt es ein Werk, das dich besonders geprägt hat?

Eigentlich ist es immer das Werk, mit dem ich mich gerade intensiv beschäftige. Zu meinen dauerhaften Favoriten gehören aber die Opern von Mozart – und Strawinskys “Le Sacre du printemps” ist eines meiner absoluten Lieblingsstücke, auch wenn es nicht zum KAP-Repertoire gehört.

Was ist das Besondere daran, Orchestermusiker bei der KAP zu sein?

Das hohe musikalische Niveau verbindet sich mit viel Mitbestimmung und einem starken Bezug zu Potsdam. Besonders schätze ich, dass Kammermusik ein fester Bestandteil der Ensemblearbeit ist und wir uns auch in die Konzeption von Programmen einbringen können.