Potsdamer Winteroper 2026

27. Februar bis 7. März 2026

Johann Christian Bach „Zanaida“

Johann Christian Bach „Zanaida“
Dramma per musica in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Johanna Soller
Regie Rahel Thiel
Bühne/ Kostüme Judith Philipp

Zanaida Miriam Kutrowatz
Roselane Pia Davila
Mustafa Matthias Lika
Tamasse Elmar Hauser
Osira Anna-Lena Elbert
Cisseo Philipp Mathmann
Aglatida Laila Salome Fischer
Silvera Sarah Gilford
Gianguir Florian Sievers

Kammerakademie Potsdam

Einführung jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn im Hotel am Brandenburger Tor (ab 28.02.)
Dauer ca. 1:50 ohne Pause
Zugang nicht barrierefrei
Kartenverkauf über das Hans Otto Theater
Kartentelefon 0331 9811 8
kasse@hansottotheater.de

Kammerakademie Potsdam Hans Otto Theater Logo

Ein Machtspiel um Leben und Tod: Die türkische Prinzessin Zanaida reist mit Gefolge nach Persien, um König Tamasse zu heiraten und den Frieden zwischen den beiden Völkern zu besiegeln. Tamasse jedoch liebt Osira und intrigiert mithilfe seiner Mutter Roselane gegen Zanaida. Ihre Hinrichtung naht.

Das erst 2010 wiederentdeckte Bühnenwerk “Zanaida” von Johann Christian Bach entfaltet seine Handlung entlang der Konflikte seiner Figuren, deren Freiheit und Selbstbestimmung im Gemenge von persönlichen Interessen, politischen Machtstrukturen und heroischem Idealismus zerrieben zu werden drohen. Ihre Gefühle um Liebe und Hass spannt Johann Christian Bach in eine hinreißend virtuose wie berückende Musik.

„Zanaida“ wurde 1763 im Londoner King’s Theatre uraufgeführt und gehört mit „Orione zu zwei Neuheiten, mit denen Johann Christian Bach sein in Italien begonnenes Opernschaffen erfolgreich fortsetzte. Avantgardist seiner Zeit, verband der jüngste Sohn Johann Sebastian Bachs Stilelemente von Barock und Klassik. Als Textvorlage nutzte Librettist Giovanni Gualberto Bottarelli das erste Opernlibretto von Pietro Metastasio: “Siface re di Numidia”.

Erstmals übernimmt Johanna Soller die musikalische Leitung, Spezialistin für Historische Aufführungspraxis sowie künstlerische Leiterin des Münchener Bach-Chores und der Nederlandse Bachvereniging. Regie führt Rahel Thiel, die zuletzt an den Theatern Chemnitz und Vorpommern, der Musikalischen Komödie Leipzig, dem Nationaltheater Mannheim sowie bereits mehrfach in Kirchenräumen inszenierte. Für die Ausstattung sorgt die Bühnen- und Kostümbildnerin Judith Philipp, die aktuell auch Bühnenbilder für das Nationaltheater Weimar und die Deutsche Oper Berlin realisiert.

Wegen des derzeit geschlossenen Schlosstheaters im Neuen Palais kehrt die Potsdamer Winteroper in die Friedenskirche im Schlosspark Sanssouci zurück.

Die Potsdamer Winteroper ist eine Koproduktion der Kammerakademie Potsdam und dem Hans Otto Theater.

Termine

Opernaufführung
Potsdamer Winteroper

Zanaida (Premiere)

Freitag
27.02.2026
19.00 Uhr
Opernaufführung
Potsdamer Winteroper

Zanaida

Samstag
28.02.2026
19.00 Uhr
Opernaufführung
Potsdamer Winteroper

Zanaida

Dienstag
03.03.2026
19.00 Uhr
Opernaufführung
Potsdamer Winteroper

Zanaida

Mittwoch
04.03.2026
19.00 Uhr
Opernaufführung
Potsdamer Winteroper

Zanaida

Freitag
06.03.2026
19.00 Uhr
Opernaufführung
Potsdamer Winteroper

Zanaida

Samstag
07.03.2026
19.00 Uhr

Geschichte

Die Potsdamer Winteroper

Ein kulturelles Glanzlicht der Landeshauptstadt

In einzigartiger Kooperation schaffen die Kammerakademie Potsdam und das Hans Otto Theater Synergien und tragen die 250-jährige Operngeschichte der Stadt gemeinsam in die Gegenwart. Seit der Gründung im Jahr 2005 hat sich die Potsdamer Winteroper zum Publikumsmagneten entwickelt und gehört zu den jährlichen Höhepunkten im Spielplan beider Institutionen.

Opernliebhaber*innen wie Expert*innen schätzen die Repertoireauswahl: Von Beginn an wurden neben Klassikern wie z. B. Mozarts Da Ponte-Opern “Così fan tutte(2006) und “Le nozze di Figaro” (2011), Glucks “Orfeo ed Euridice(2012), Händels “Alcina” (2008) oder Rossinis “La Cenerentola” (2010) auch selten gespielte Opern wie Haydns “L’infedelta delusa” (2009), Schuberts “Lazarus” (2019) oder Judith Weirs “Blond Eckbert” (2023) auf die Bühne gebracht.

Die Potsdamer Winteroper wurde maßgeblich von Regisseur*innen wie Frederic Wake-Walker, Uwe Eric Laufenberg, Achim Freyer, Lydia Steier und Andreas Dresen geprägt, während am Pult Dirigent*innen wie Trevor Pinnock, Andrea Marcon, Michael Sanderling, Antonello Manacorda sowie Konrad Junghänel für musikalische Brillanz sorgten. Die Erfolgsgeschichte hallte weit über die Stadtgrenzen hinaus, verlieh ihr überregionale Anerkennung und sicherte der Potsdamer Winteroper einen festen Platz im Kosmos der vielfältigen Berliner Opernlandschaft. 2015 wurde Lydia Steiers Inszenierung von Händels “Jephtha” unter der Leitung von Konrad Junghänel zu den Wiener Festwochen und zum Hamburger Theaterfestival eingeladen.

Die Wiederbelebung des Genres erfolgte an dem Ort, der die Operngeschichte Potsdams wesentlich bestimmte und weiterhin repräsentiert: im Schlosstheater im Neuen Palais. Wegen erneuter Sanierungsarbeiten im Barocktheater kehrt die Potsdamer Winteroper ab der Saison 2025.26 in die Friedenskirche Sanssouci zurück. Dort wurde schon in den Jahren 2013 bis 2019 unter anderem Händels “Israel in Egypt” und “Theodora” sowie Mendelssohns “Elias” vielbeachtet in Szene gesetzt. Unter der Leitung von Johanna Soller und inszeniert von Rahel Thiel wird im Februar 2026 Johann Christian Bachs Londoner Oper “Zanaida” in der Friedenskirche Premiere feiern.

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