Annette Geiger
Viola
Annette Geiger studierte in München bei Hariolf Schlichtig und Kim Kashkashian sowie am Salzburger Mozarteum bei Thomas Riebl. Sie nahm an Meisterkursen bei Tabea Zimmermann und Vladimir Mendelssohn und an Festivals, z. B. in Prussia Cove bei Sándor Végh teil. Außerdem wirkte sie im European Community Chamber Orchestra und der Camerata Salzburg mit. 2001 war sie Gründungsmitglied der Kammerakademie Potsdam.
Ein weiterer Schwerpunkt ist seit einigen Jahren die Beschäftigung mit der historischen Aufführungspraxis. Sie ist Mitglied der Akademie für Alte Musik Berlin und spielte außerdem regelmäßig im Collegium Vocale Gent und im Balthasar Neumann Ensemble. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Kammermusik, der sie sich im Ensemble 1800 Berlin und als Bratscherin des Cornelis-Quartetts widmet.
3 Fragen an ... Annette Geiger
Wie bist du dazu gekommen, Bratsche zu lernen?
Ich habe mit der Geige begonnen – der Name verpflichtet… Zum Wechsel haben mich meine älteren Geschwister überredet, weil eine Bratsche für das Familienquartett fehlte. Ziemlich bald wurde mir klar, dass die Bratsche viel eher “mein” Instrument ist: der warme, dunkle Klang, die Vermittlerposition zwischen den Registern, die weniger exponierte Stellung.
Weshalb hast Du Dich entschieden, Berufsmusikerin zu werden?
Mit Begeisterung habe ich in verschiedenen Jugendorchestern gespielt. Als dann nach und nach die älteren Mitspieler*innen mit dem Musikstudium begannen, rückte diese Möglichkeit auch für mich ins Blickfeld. Initialzündung war schließlich ein Konzert mit dem Cherubini-Quartett. Als ich dann auch noch die Aufnahmeprüfung bei Hariolf Schlichtig, Bratschist des Cherubini-Quartetts, bestand, dachte ich, es könnte einen Versuch wert sein.
Was ist das Besondere daran, Orchestermusikerin bei der KAP zu sein?
Ich finde bemerkenswert, mit wie viel Mut, persönlichem Einsatz und Begeisterung die KAP Neues ausprobiert, sich selten zufriedengibt, nie stehen bleibt und auf diesem Weg weder die Diskussion noch den Konflikt scheut. Ich glaube, das ist die Energie und Frische, die man auch als Publikum wahrnehmen kann.