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Julita Forck

Violine

Die polnische Geigerin Julita Maria Forck begann ihre musikalische Ausbildung als Kind in ihrer Heimatstadt Wrocław. Ihr Studium führte sie an die Musikhochschulen der großen Metropolen Warschau, Wien und Berlin, wo sie ihr Studium bei Eberhard Feltz und Ilan Gronich abgeschloss. Während des Studiums sammelte sie wertvolle Orchestererfahrungen bei der Sinfonia Varsovia und dem Wiener Kammerorchester.

Besonders geprägt hat sie die intensive kammermusikalische Arbeit im Berliner Ensemble Oriol, das anspruchsvolle Programme ohne Dirigent*innen in einer Konzertreihe in der Berliner Philharmonie aufgeführt hat. Mit dem Ensemble Oriol gründete sie im Jahr 2000, zusammen mit dem Potsdamer Persius Ensemble, die Kammerakademie Potsdam. Ihr langjähriges Interesse an der historischen Aufführungspraxis kann sie bei Projekten auf historischen Instrumenten bei der Akademie für Alte Musik Berlin realisieren. Ein weiterer Schwerpunkt ist ihre Arbeit an den Musikvermittlungsprojekten der KAP.

Julita widmet sich leidenschaftlich der Kammermusik mit dem von ihr gegründeten Streichquartett “Logos Quartett” so wie dem Ensemble Bürgersinfonie Berlin.

3 Fragen an ... Julita Forck

Was macht den besonderen Klang deiner Violine für dich aus?

Das Klangspektrum einer Violine ähnelt dem einer menschlichen Stimme – das ist, was uns in den Konzerten besonders anspricht und berührt. Ich denke besonders gern an die 1:1-Konzerte zurück, wo wir jeweils alleine für eine einzige Person im Raum ein Musikstück spielen durften. Im großen Konzert wollen wir damit unser Publikum anrühren und begeistern.

Was waren deine eindrucksvollsten Konzerterlebnisse?

Meine eindrucksvollsten Konzerterlebnisse fangen bei den Konzerten an, die ich selbst besucht habe: im Wiener Musikverein und besonders das erste Konzert in der Berliner Philharmonie – bis heute einer meiner liebsten Konzertsäle. Es war ganz besonders, dort mit dem Ensemble Oriol dort zu spielen, z. B. “Verklärte Nacht” von Schönberg in der Orchesterfassung.

KAP-Konzerte in Potsdam und Berlin, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind, sind die mit unserem ersten künstlerischen Leiter Sergio Azzolini sowie die Konzerte und Opern der KAP gemeinsam mit meinem Mann Bernhard Forck.

Besonders dankbar bin ich außerdem für die Zeit mit Antonello Manacorda, der uns musikalisch so inspiriert und auf ein hohes Niveau gebracht hat. Ich denke da an unseren “Beethoven-Marathon” sowie die Einspielungen aller Sinfonien von Schubert und Mendelssohn Bartholdy – das waren echte Meilensteine für das Orchester.

Welche Musik sollte jede*r einmal im Leben gehört haben?

Es sollte eine Musik sein, die jeden zutiefst bewegt und das Menschliche anspricht: Wiegenlieder für Kinder, die “Erbarme dich-Arie” von Bach, Haydns “Die Schöpfung”, allgemein die Arien und Opern sowie die Sinfonia Concertante von Mozart, das “Oktett” von Mendelssohn Bartholdy und das Streichquartett Nr. 8 von Schostakowitsch.

Diese Musik spricht auch Jahrhunderte nach ihrer Entstehung zu uns. Ich hoffe, dass diese Musik durch Kontakt und Musikvermittlung auch für die nächsten Generationen lebendig und relevant bleibt.