Musik schafft Perspektive
Musik schafft Begegnungen.
Musik schafft Perspektive.
Musik verändert Leben.
Mit ihrem Wirken im Potsdamer Stadtteil Drewitz setzt sich die Kammerakademie Potsdam unmittelbar für Chancengerechtigkeit ein. Der Schwerpunkt in der Musikvermittlung liegt auf dem langfristig konzipierten Programm „Musik schafft Perspektive”, das 2017 mit dem BKM-Sonderpreis „Kultur öffnet Welten” ausgezeichnet wurde.
Im Rahmen des Programms erarbeiten die Musiker*innen der Kammerakademie Potsdam gemeinsam mit Schüler*innen der Grundschule „Am Priesterweg“ in Drewitz eine Stadtteiloper — mit allem, was dazugehört. Die kollektiv konzipierte Opernfassung mit vielen unterschiedlichen Ideen zeugt sowohl von der Diversität der Schüler*innen wie auch von der Vielfältigkeit des Genres Oper und schafft ein einmaliges, kreatives Gesamtergebnis. Die Arbeit daran erfolgt über den Zeitraum eines gesamten Schuljahrs: eingebettet im regulären Schulplan, ebenso wie in ergänzenden AGs zu Schauspiel, Bühnenbild, Chorsingen und Tanzen, eröffnen sich allen Beteiligten neue Erfahrungsräume — sie erleben Zusammenhalt und Selbstwirksamkeit.
Das Programm Musik schafft Perspektive gliedert sich in mehrere Bildungsmodule, von denen ein Großteil im „musikalischen Fahrplan“, dem KAP-Curriculum verankert ist. Das KAP-Curriculums beinhaltet:
- Mitmachkonzerte der Reihe „KAPellina“ (interaktives Angebot für Kinder in Kitas und 1./ 2. Klasse)
- Klassenzimmerkonzerte
- Open-Stage-Formate
- gemeinsame Proben- und Konzertbesuche
- Weihnachtskonzert
- Workshops zum gemeinsamen Instrumentenbau, Musiktheater, Gesang & Lyrics, Tanz u. a.
- Empowerment-Workshops „Musik & Leben“ (Angebot für Jugendliche in Potsdam-Drewitz)
Jährlicher Höhepunkt: Stadtteil macht Oper!
Der kreative wie partizipative Schaffensprozess zu einem selbst gewählten, gesellschaftlich relevanten Thema besteht aus regelmäßig stattfindenden Tandems mit Musiker*innen der KAP und den Lehrkräften der 5. und 6. Klassen, die mit den Schüler*innen beider Klassenstufen in Workshops, AGs und während einer intensiven Projektwoche die Stadtteil-Oper unter der Leitung eines Regie-Teams gemeinsam konzipieren und umsetzen.
Am Ende der Arbeit stehen zwei öffentliche Vorstellungen in Potsdam-Drewitz. Die Klassen entwickeln eigene Musikstücke, Tanz-Choreografien und Texte, die zusammen mit ausgewählten Orchesterstücken auf die Bühne gebracht werden. Die Tandem-Arbeit findet in enger Kooperation mit der Grundschule „Am Priesterweg“ und dem Begegnungszentrum „oskar.“ statt, gemeinsam mit der Kammerakademie Potsdam bilden die drei Institutionen den sogenannten „Drewitzer Dreiklang“.
In der partizipativen Musiktheaterproduktion kommen über 150 Schüler*innen, Musiker*innen und Lehrer*innen sowie Tanz- und Theaterpädagog*innen, engagierte Eltern und Nachbar*innen zusammen.
Hinter dieser Arbeit steht eine ernstgenommene Überzeugung: Gemeinsames künstlerisches Schaffen stärkt das Erleben von Selbstwirksamkeit, und die Freude daran ist keine Nebenwirkung, sondern der eigentliche Kern der Arbeit.
- Stadtteiloper 2026: EVERYTOWN – Bilder einer Stadt
-
EVERYTOWN ist eine Stadt wie viele andere – laut, bunt und manchmal ziemlich chaotisch. Die unterschiedlichsten Menschen leben hier zusammen, und für die meisten ist EVERYTOWN ein lebendiges, inspirierendes Zuhause voller Möglichkeiten.
Doch nicht alle erleben dieselbe Stadt: Manche fühlen sich hier nicht wohl, sie hören vor allem den Lärm, spüren, übersehen zu werden und denken: Hier gehöre ich nicht dazu. Als sie versuchen, davon zu erzählen, wird weggehört. Also gehen sie.
Doch plötzlich fehlt etwas. Die Stadt merkt, dass sie unvollständig ist und macht sich auf die Suche. Unterwegs begegnen die Menschen EVERYTOWN mit neuen Augen: Die einen erkennen, dass Zuhören und Veränderung keine Schwächen sind. Die anderen entdecken, dass auch eine unvollkommene Stadt viel Schönes bereithält – wenn man darin nicht allein ist.
“EVERYTOWN – Bilder einer Stadt” ist eine Geschichte darüber, was verloren geht, wenn wir nicht zuhören, und was möglich wird, wenn wir es doch tun. Sie erzählt, wie aus einer Stadt mithilfe von Kunst und Fantasie ein echtes Zuhause für alle werden kann.

- Stadtteiloper 2025: Es war einmal – vielleicht auch nicht?
-
„Es war einmal“ – so fangen viele Geschichten an. Doch was, wenn die Prinzessin gar nicht heiraten will? Der Drache lieber tanzt als Feuer speit? Und die böse Hexe eigentlich nur gute Zauber bewirken möchte?
In „Es war einmal … vielleicht auch nicht?“ stellen Schüler*innen der Grundschule „Am Priesterweg“ zusammen mit den Musiker*innen der Kammerakademie Potsdam und einem szenischen Produktionsteam die vertraute Märchenwelt auf den Kopf – mit Witz, Fantasie und jeder Menge eigener Ideen. Die Stadtteiloper erzählt von Figuren, die aus ihren Rollen ausbrechen, von einer Erzählerin, die nicht mehr nur schreiben will, und von einem geheimnisvollen Land namens Dettbarnia, wo neue Märchen entstehen: wild, überraschend und voller Musik.
Was als klassisches Märchen beginnt, wird schnell zu einer Reise in eine Welt, in der alles möglich ist, vielleicht, weil jemand den Mut hat etwas ganz Neues zu erzählen…
Ein Opern-Abenteuer für alle, die neugierig geblieben sind. - Stadtteiloper 2024: A&G - eine unendliche Liebe
-
In der diesjährigen Stadtteiloper dreht sich alles um die unsterbliche Liebe zwischen Acis, einem Hirtenjungen, und Galatea, einer Wassernymphe! Das kann doch nicht gut gehen… oder etwa doch? Acis ist nämlich nicht der einzige, der Galatea liebt: Der eifersüchtige Polyphem kommt dazwischen und sorgt für reichlich Chaos. Die Geschichte rund um Naturgewalten, Wut, Eifersucht und einem ungleichen, sich jedoch unendlich liebenden Paar entstammt der barocken Oper „Acis & Galatea” von Georg Friedrich Händel – sie wird in dieser Stadtteiloper einmal auf den Kopf gestellt. Dabei stellen wir fest: Die Themen dieser Oper spiegeln unsere Gegenwart, sie sind so aktuell wie nie zuvor und einfach unsterblich…
- Stadtteiloper 2023: Reiselust statt Reisefrust
-
Unter dem Motto “Reiselust statt Reisefrust” gab es für jeden Geschmack das richtige Angebot!
Die Geschichte
Es herrscht große Aufregung im Reisebüro von Croella. Ein Filmteam dreht einen Werbeclip, um auf die besonderen Angebote des Hauses aufmerksam zu machen. Ob eine Reise in fantastische Unterwasserwelten, Klassenfahrten in den Dschungel oder nach Japan, für jeden Geschmack ist etwas dabei! - Stadtteiloper 2022: Freundschaft und Zeit
-
„Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen.“
Die Stadtteiloper Potsdam 2022 beschäftigte sich mit den Themen Freundschaft und Zeit!Die Geschichte
Momo lebt ein unbeschwertes, fröhliches Leben im Amphitheater. Ihre Freunde besuchen sie gerne und viel, weil sie eines ganz besonders kann: zuhören. Doch dann verändert sich die Stadt. Die Grauen werden nach und nach immer mehr und stehlen den Menschen die Zeit. In sechs Tandems und einer AG entwickeln die Schüler*innen Beiträge zur diesjährigen Stadtteiloper: sie schreiben Texte, musizieren, tanzen und spielen Theater. Fünfzehn Kinder spielen die Rollen aus dem Roman „Momo“ von Michael Ende. Die Kammerakademie Potsdam unter der Leitung des Dirigenten Miguel Pérez Iñesta durchdringt die Handlung mit Werken von Britten, Debussy und Strawinsky. - Stadtteiloper 2020/21: Unsere Natur, unsere Zukunft
-
Klimawandel, Naturschutz und Wiederverwertung – mit unserer neuen „Stadtteiloper“ wollten wir zusammen mit den Schüler*innen der Grundschule „Am Priesterweg“ und dem oskar. ein Zeichen für Umweltbewusstsein setzen.
Aufgrund der Corona-Pandemie hatten wir die Oper mit dem Titel „Unsere Natur, unsere Zukunft“ als Film produziert. Der StadtteilopernFILM 2021 beschäftigt sich mit den allgegenwärtigen Themen der Naturliebe, des Klimawandels, mit dem Aussterben der Arten, dem Schutz der Umwelt, mit Recycling sowie der Vereinsamung und Trübnis in Corona-Zeiten. - Stadtteiloper 2019: Eine musikalische Reise durchs Weltall
-
Im März 2019 fand zum achten Mal die Stadtteiloper statt. Über 400 Akteur*innen – Schüler*innen, Lehrer*innen, Musiker*innen und externe Künstler*innen – präsentierten unter dem Thema „Weltall“ und inspiriert durch das Werk „Die Planeten“ von Gustav Holst kreative Ideen und Inhalte. Ein professionelles Filmteam begleitete über sechs Monate die Entstehung und Aufführung der „Musikalischen Reise durchs Weltall“.