Die Magie des Augenblicks - Lisa Batiashvili & François Leleux
- Programm
- Tsotne Zedginidze, Sinfonie Nr. 1 (Deutsche Erstaufführung)
- Wolfgang Amadeus Mozart, Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219
- Joseph Haydn, Oboenkonzert C-Dur
- Joseph Haydn, Sinfonie Nr. 82 C-Dur “L’ ours”
- Beteiligte
- Lisa Batiashvili, Violine
- François Leleux, Dirigent und Oboe
- Kammerakademie Potsdam
Lisa Batiashvili ist eine Ausnahmegeigerin, die mit beeindruckender Intensität neue Klangräume entstehen lässt. 2021 erfüllte sie sich einen persönlichen Traum: die Gründung der Lisa Batiashvili Foundation, mit der sie sich für die Unterstützung junger, hochtalentierter georgischer Musiker*innen engagiert. Eines dieser Talente ist der 2009 geborene Pianist und Komponist Tsotne Zedginidze.
Seine Sinfonie Nr. 1, die bei ihrer Uraufführung in Salzburg begeisterten Jubel erntete, fand bei der KAP ihre Deutsche Erstaufführung. An ihrer Seite bringt Lisa Batiashvili das wohl populärste Violinkonzert von Wolfang Amadeus Mozart auf die Bühne, bevor François Leleux sich erneut der unerschöpflichen und traumhaft – wandelbaren Musik von Joseph Haydn zuwendet.
Ein berührender Konzertabend, der noch lange nachklingen wird.
3 Fragen an Lisa Batiashvili
Die Konzerte am 30.11. im Nikolaisaal Potsdam und am 01.12. in der Philharmonie Berlin sind ihre ersten gemeinsamen Auftritte mit der Kammerakademie Potsdam. Worauf freuen Sie sich besonders im Hinblick auf die gemeinsamen Proben und Auftritte?
Ich freue mich ganz besonders auf dieses Projekt – aus unterschiedlichen Gründen: Es ist das erste Mal, dass ich mit der KAP musizieren werde und tatsächlich das erste Mal, dass ich ein Mozart-Violinkonzert in Berlin aufführen werde. Zudem erklingen die neuen Kadenzen von Tsotnte Zedginidze, dessen Symphonie ebenfalls gespielt wird. Tsotne ist ein sehr wichtiger und außergewöhnlicher junger Künstler für mich und das schon seit 5 Jahren. Damals durfte ich ihn als 11-jähriges begabtes Kind entdecken.
Sie treten weltweit auf, von New York über Montréal bis Rom und Paris. Gibt es etwas, das Auftritte in Berlin von Konzerten in New York, wo sie im Frühjahr waren, oder ihrer Heimat Georgien unterscheidet?
Berlin ist durch sein Musikleben und die Menschen, die hier leben, tatsächlich meine allerliebste Stadt und deshalb wohne ich hier seit einigen Jahren. Die Philharmonie ist ein Ort, an den ich auch als Zuhörerin sehr gern zurückkehre und wo ich immer wieder musikalische Sternstunden erlebe.
Können Sie uns etwas zum Programm erzählen? Was verbindet die Musik des zeitgenössischen georgischen Nachwuchskomponisten Tsotne Zedginidze mit den Werken von Mozart und Haydn?
Tsotne hat sehr früh angefangen, Klavier zu spielen und zu komponieren. Es ist für mich immer noch unbegreiflich, wie im Kopf dieses jungen Menschen solche Ideen entstehen. Er ist so unglaublich reif, aber gleichzeitig ein liebes, fröhliches, einfaches Kind (inzwischen ein Jugendlicher). Viele Menschen vergleichen sein Talent mit Mozart. Ich glaube, das hat vor allem mit der unerklärlichen Diversität seines Talents und seinem jungen Alter zu tun. Seine musikalische Sprache ist sehr eigen – seine Musik passt eigentlich zu jedem Repertoire, aber ganz besonders zur klassischen Epoche.