Gastspiel

Montag
01.12.2025
20.00 Uhr

Philharmonie Berlin Kammermusiksaal
Berlin

Konzert in der Philharmonie

Die Magie des Augenblicks - Lisa Batiashvili & François Leleux

© Chris Singer
Musikalische Genies von Mozart bis Zedginidze
Programm
Tsotne Zedginidze, Sinfonie Nr. 1 (Deutsche Erstaufführung)
Wolfgang Amadeus Mozart, Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219
Joseph Haydn, Oboenkonzert C-Dur
Joseph Haydn, Sinfonie Nr. 82 C-Dur “L’ ours”
Beteiligte
Lisa Batiashvili, Violine
François Leleux, Dirigent und Oboe
Kammerakademie Potsdam

Lisa Batiashvili ist eine Ausnahmegeigerin, die mit beeindruckender Intensität neue Klangräume entstehen lässt. 2021 erfüllte sie sich einen persönlichen Traum: die Gründung der Lisa Batiashvili Foundation, mit der sie sich für die Unterstützung junger, hochtalentierter georgischer Musiker*innen engagiert. Eines dieser Talente ist der 2009 geborene Pianist und Komponist Tsotne Zedginidze.

Seine Sinfonie Nr. 1, die bei ihrer Uraufführung in Salzburg begeisterten Jubel erntete, fand bei der KAP ihre Deutsche Erstaufführung. An ihrer Seite bringt Lisa Batiashvili das wohl populärste Violinkonzert von Wolfang Amadeus Mozart auf die Bühne, bevor François Leleux sich erneut der unerschöpflichen und traumhaft – wandelbaren Musik von Joseph Haydn zuwendet.

Ein berührender Konzertabend, der noch lange nachklingen wird.

3 Fragen an Lisa Batiashvili

Die Konzerte am 30.11. im Nikolaisaal Potsdam und am 01.12. in der Philharmonie Berlin sind ihre ersten gemeinsamen Auftritte mit der Kammerakademie Potsdam. Worauf freuen Sie sich besonders im Hinblick auf die gemeinsamen Proben und Auftritte?

Ich freue mich ganz besonders auf dieses Projekt – aus unterschiedlichen Gründen: Es ist das erste Mal, dass ich mit der KAP musizieren werde und tatsächlich das erste Mal, dass ich ein Mozart-Violinkonzert in Berlin aufführen werde. Zudem erklingen die neuen Kadenzen von Tsotnte Zedginidze, dessen Symphonie ebenfalls gespielt wird. Tsotne ist ein sehr wichtiger und außergewöhnlicher junger Künstler für mich und das schon seit 5 Jahren. Damals durfte ich ihn als 11-jähriges begabtes Kind entdecken.

Sie treten weltweit auf, von New York über Montréal bis Rom und Paris. Gibt es etwas, das Auftritte in Berlin von Konzerten in New York, wo sie im Frühjahr waren, oder ihrer Heimat Georgien unterscheidet?

Berlin ist durch sein Musikleben und die Menschen, die hier leben, tatsächlich meine allerliebste Stadt und deshalb wohne ich hier seit einigen Jahren. Die Philharmonie ist ein Ort, an den ich auch als Zuhörerin sehr gern zurückkehre und wo ich immer wieder musikalische Sternstunden erlebe.

Können Sie uns etwas zum Programm erzählen? Was verbindet die Musik des zeitgenössischen georgischen Nachwuchskomponisten Tsotne Zedginidze mit den Werken von Mozart und Haydn?

Tsotne hat sehr früh angefangen, Klavier zu spielen und zu komponieren. Es ist für mich immer noch unbegreiflich, wie im Kopf dieses jungen Menschen solche Ideen entstehen. Er ist so unglaublich reif, aber gleichzeitig ein liebes, fröhliches, einfaches Kind (inzwischen ein Jugendlicher). Viele Menschen vergleichen sein Talent mit Mozart. Ich glaube, das hat vor allem mit der unerklärlichen Diversität seines Talents und seinem jungen Alter zu tun. Seine musikalische Sprache ist sehr eigen – seine Musik passt eigentlich zu jedem Repertoire, aber ganz besonders zur klassischen Epoche.

Im Porträt

Lisa Batiashvili

Lisa Batiashvili

Lisa Batiashvili ist eine international gefeierte Violinistin georgischer Herkunft. Sie wurde 1979 in Tiflis geboren und erhielt ihre musikalische Ausbildung unter anderem in Hamburg und München. Schon früh machte sie durch Wettbewerbserfolge und Auftritte mit renommierten Orchestern weltweit auf sich aufmerksam. Neben ihrer Solokarriere engagiert sie sich mit einer eigenen Stiftung für die Förderung junger georgischer Musikerinnen und Musiker.

Francois Leleux C Jean Baptiste Millot

François Leleux

François Leleux ist ein international renommierter Oboist, Dirigent, Musikprofessor und seit der Saison 2025.26 Künstlerischer Leiter der Kammerakademie Potsdam. Bereits mit 18 Jahren wurde er erster Solo‑Oboist der Opéra Bastille. Seither trat er als Oboist mit zahlreichen renommierten Orchestern auf. Als Dirigent tritt er in der Saison 2025.26 u. a. mit den Bamberger Symphonikern, der Dresdner Philharmonie und dem City of Birmingham Symphony Orchestra auf.

Tsotne Zedginidze Foto Sophio Melikidze

Tsotne Zedginidze

Tsotne Zedginidze wurde 2009 in Georgien in eine traditionsreiche Musikerfamilie geboren. Bereits mit fünf Jahren begann er mit dem Klavierspiel und komponierte mit sechs seine ersten eigenen Werke. Als Pianist und Komponist feiert er international Erfolge, etwa mit Auftritten in Europa und Asien sowie eigenen Kompositionen für namhafte Orchester. Unterstützt von Mentor*innen wie Lisa Batiashvili gilt er als eines der vielversprechendsten Talente seiner Generation.

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