Susanne Zapf
Violine
Susanne Zapf sieht sich vor allem als flexible Künstlerin: “Ich nehme jedes musikalische Genre ernst und praktiziere von ganz alt bis ganz neu, und ich liebe es, aufzutreten. Für mich ist es kein Widerspruch, mich mit der historischen Aufführungspraxis von Barock und Klassik zu beschäftigen, die freie Improvisation zu erforschen, an multimedialen Projekten teilzunehmen und zeitgenössische Musik aufzuführen.” Susanne ist seit 2012 Mitglied der Kammerakademie Potsdam, spielt in verschiedenen Kammermusikformationen wie zum Beispiel dem PULSE Quartett und tritt regelmäßig als Solistin auf.
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Entwicklung eigener Projekte. So erarbeitete sie 2024 gemeinsam mit Alwynne Pritchard den performativen Abend “All Dressed Up And Nowhere To Go” – ein interdisziplinäres Werk, das Musik, Text und physische Performance auf Basis der Bewegungssprachen von Gaga, Butoh und Clownerie verschmilzt. Zudem konzipierte sie im Trio zusammen mit Bo Wiget (Violoncello) und Julia Wacker (Harfe) das Programm “Goldberg Slumbers”, das Arrangements von Bach, Berg, den Beatles und Cohen durch freie Improvisationen zu einem fließenden, epochenübergreifenden Konzertbogen verbindet.
Seit 2021 hat Susanne einen Lehrauftrag an der Universität der Künste inne.
3 Fragen an ... Susanne Zapf
Wie bist du dazu gekommen, Geige zu lernen?
Durch Zufall. Es gab an der Musikschule keinen Platz in einer Klavierklasse und wir haben dort auf dem Flur zufällig meine erste Geigenlehrerin kennengelernt.
Gibt es ein Werk, das dich besonders geprägt hat?
Die 2. Sinfonie von Sibelius. Das erste große Orchesterwerk, das ich als 14-Jährige spielen durfte. Der Klang des Orchesters um mich herum hat mich verzaubert.
Was ist das Besondere daran, Orchestermusiker*in bei der KAP zu sein?
Eigenwirksamkeit und Mitgestaltung sowie die große Vielfalt der Programme und Programmformen.